Wir haben uns arrangiert, wir bekommen Stück für Stück unsere Freiheit zurück, wir kommen insgesamt wohl in dieser Pandemie mit einem blauen Auge davon. Viele Maßnahmen haben gegriffen, einige eher nicht. Was mir als Sportwissenschaftler in dieser ganzen Diskussion jedoch völlig zu kurz gekommen ist, sind klare Bewegungsempfehlungen aus dem Gesundheitsministerium zum Schutz unseres Immunsystems. Manchmal ist ein positiver Rat so einfach.

Wenn es zu einer Infektion kommt, ist es von Vorteil, gesundheitlich und bezüglich der eigenen Fitness bestmöglich aufgestellt zu sein, das ist unumstritten. Die körperliche Leistungsfähigkeit und das Immunsystem zu stärken, ist essentiell – in Zeiten von Corona mehr denn je. Auch bislang nicht oder wenig Aktive sollten jetzt trainieren, wenn sie nicht an Krankheitssymptomen leiden. Sport erhält nicht nur die Fitness, sondern hilft dem Körper durch seine Wirkung auf die Abwehrkräfte dabei, mit Infektionen besser umgehen zu können. Das Infektionsrisiko als solches wird wohl nicht verringert – das Virus betrifft fitte und weniger fitte Menschen gleichermaßen – aber die Verläufe werden voraussichtlich komplett unterschiedlich sein. Das heisst konkret das Knochenmark produziert mehr Killerzellen und T-Helferzellen und somit werden krankhaft befallene Zellen eher eliminiert. Durch die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit werden die Prozesse der immunologischen Eigenregulation also optimiert. Das Ergebnis: Der Körper kann viel besser auf Infektionen reagieren. Für mich somit ein Stück verschenkte Prophylaxe, wer das nicht erkennt. Ich gehe jetzt n Stündchen laufen und was macht ihr so…?